Bericht Forum Impuls am 04.10.2011

Das vierte Forum Impuls des Jahres 2011 fand am 04.10. in Magdeburg und am 05.10.2011 in Hannover statt. Im Rahmen der Veranstaltungen wurden folgende Themen diskutiert.

  • Neue Rahmenbedingungen für Pflegesatzverhandlungen in Niedersachsen und in Sachsen-Anhalt
  • Mehr Netto vom Brutto: Gehaltsoptimierung als Maßnahme gegen den Fachkräftemangel in der Pflege
  • Demenz Wenn Wörter und Orientierung fehlen

Im Mittelpunkt aller drei Themenbereiche standen Lösungsansätze, die Betreibern von Alten- und Pflegeheimen in einem schwieriger werdenden wirtschaftlichen Umfeld helfen können, nachhaltig ihre Ziele umzusetzen. Um Einrichtungsträgern neue Perspektiven aufzuzeigen und aktuelle Entwicklungen zu diskutieren, haben folgende Referenten ihr fachliches Wissen zur Verfügung gestellt:

  • Herr Dr. Hans-Jürgen Schmidt-Wilke – Diplom-Kaufmann, Steuerberater und Wirtschaftsprüfer in Hannover – unser ausgewiesener Spezialist auf dem Gebiet der gestaltenden Steuerberatung.
  • Herr Christian Hübner – Wirtschafts-Diplom-Betriebswirt (VWA) und Steuerberater in Magdeburg – Leiter unserer Niederlassung in Sachsen-Anhalt und Ansprechpartner in steuerlichen und betriebswirtschaftlichen Belangen.
  • Herr Mikis Kramer – Diplom-Ökonom – als Berater für soziale Einrichtungen und Pflegesatzverhandler in Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und weiteren Bundesländern seit Jahren in der Beratung insbesondere von Alten- und Pflegeheimen tätig.
  • Herr Marius Koh – Diplom-Ökonom – externer Referent, Experte in betriebswirtschaftlichen Angelegenheiten bei Pflegeheimen sowie Referent für Träger der Altenpflege und Mitglied der Schiedsstelle.
  • Frau Melanie von Eitzen – M.A. und Diplom-Sozialpädagogin – externe Referentin, Beraterin für soziale Einrichtungen bei SHL Vitale Organisationen. Langjährige Mitarbeit in diversen Forschungsprojekten.

Viele Betreiber sozialer Einrichtungen geraten unter stärkeren Wettbewerbsdruck durch die in den letzten zwei Jahren erfolgten Veränderungen bei der Verhandlung von Pflegesätzen sowie in Verbindung mit steigenden Personalkosten auf Grund des zunehmenden Fachkräftemangels in der Pflege. Unsere Vortragsreferenten haben den Heimbetreibern Informationen aus erster Hand und Handlungsempfehlungen mit auf den Weg gegeben. Hierfür wurden betriebswirtschaftliche und steuerfachliche Aspekte dargestellt. Zusätzlich zu dem Vortrag wurden den Teilnehmern wertvolle Begleitunterlagen mit themenspezifischen Inhalten bereitgestellt. Diese Unterlagen können auch nach der Veranstaltung bei Herrn Kramer (Telefon: 0511/ 390 75 25) angefragt werden.

Mit dem Thema „Neue Rahmenbedingungen für Pflegesatzverhandlungen“ unter Berücksichtigung der BSG-Rechtsprechung vom Januar 2009 haben Herr Kramer und Herr Koh über die Möglichkeiten, aber auch die Erfordernisse bei der Pflegesatzkalkulation und der Pflegesatzverhandlung referiert. Im Mittelpunkt standen die Besonderheiten bei den Pflegesatzverhandlungen in Niedersachsen und in Sachsen-Anhalt. Wenn sie ihre Wettbewerbsfähigkeit erhalten wollen, müssen sich Heimbetreiber künftig mit solchen Anforderungen stärker auseinandersetzen.

Die Motivation und Bindung guter Mitarbeiter stellt unter Berücksichtigung des zunehmenden Fachkräftemangels in der Pflegebranche einen sehr wichtigen Faktor dar. Hierzu verschafften Herr Dr. Schmidt-Wilke und Herr Hübner in dem zweiten Vortrag „Mehr Netto vom Brutto: Gehaltsoptimierung zur Vorbeugung gegen Pflegekräftemangel“ den Teilnehmern einen Überblick über Gestaltungsspielräume zur Gehaltsoptimierung zum Nutzen der Mitarbeiter und des Arbeitgebers.

Gefordert wird die gesamte Pflegeeinrichtung durch die immer häufiger auftretenden Krankheitsbilder der Demenz, sei es Alzheimer oder Frontotemporal. Verstärkt durch den demographischen Wandel wird diese Thematik für soziale Einrichtungen immer bedeutsamer, die sich auf den Bedarf von Menschen mit Demenz und deren Angehörigen einstellen müssen. Auf der anderen Seite bieten sich Pflegeeinrichtungen, die sich auf die Themenfelder Demenz und Alzheimer spezialisieren, gute Chancen, sich von ihren Wettbewerbern abzuheben. Im dritten Vortrag vermittelten Frau von Eitzen und Herr Kramer fundierte Informationen zu ausgesuchten Krankheitsbildern im Abgleich mit daraus resultierenden Anforderungen an Personal und Einrichtung. Mit dem Vortrag und dem Erfahrungsaustausch zwischen den Teilnehmern wurden den Besuchern der Veranstaltung viele Ideen mit auf den Weg gegeben, die sie in ihren Einrichtungen umsetzen können.

Wir sind über die Vielzahl von Gesprächen und Rückmeldungen der Teilnehmer an unserem Forum Impuls sehr erfreut und wünschen allen viel Erfolg bei der Umsetzung in der Praxis.

 



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